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Warum E-Commerce Content braucht

Seitdem sich Verbraucher an immer perfektere und fesselndere E-Commerce Erfahrungen gewöhnt haben, wird es zunehmend schwieriger, die eigenen Kunden zu erreichen, zu engagieren und zu behalten.

Dank der einzigartigen Fähigkeit des Storytellings ist Content zur Waffe eines jeden Unternehmens geworden. Die Schlacht der Marken um differenzierte Kundenerfahrungen, die fesseln und konvertieren, nimmt an Intensität zu. Umso überraschender, dass viele Marken immer noch nicht den Vorteil des „Content für E-Commerce“ nutzen.

m Folgenden betrachten wir die Vorteile einer Content-Commerce-Strategie und legen dar, wie Sie Ihr Unternehmen auf Content-Commerce vorbereiten können.

Das Potenzial Content freisetzen

Jeder Händler hat eine Geschichte zu erzählen, ein Bild zum Teilen und ein Video zum Zeigen. Die Kunst dabei ist, Ihren E-Commerce in Ihren Content einzubetten oder anders herum, Content rund um Ihren E-Commerce zu kreieren. Erfolgreicher Content bedeutet kreative Marken- und Produktgeschichten, die lebendig und gewinnend erzählt werden. Sie verwandeln die Customer Journey zu einem nahtlosen Kundenerlebnis: von der Produktentdeckung bis zum Kauf.

Das Kosmetikunternehmen Lush ist ein gutes Praxisbeispiel. Seit dem Relaunch in 2014 hat jede Produktseite ein „Hero-Video“, in dem das Produkt ästhetisch aus der Verpackung genommen, betrachtet und verwendet wird. Die haptische Online-Erfahrung vermittelt dem Konsumenten das Gefühl, in einem echten Shop zu sein.

Ein Artikel in dem Magazin Econsultancy beschreibt die Lush-Webseite als „keinen typischen E-Commerce-Shop“, sondern als eine Seite, die tatsächlich auch Dinge verkauft. Und Econcultancy liegt damit richtig: Innerhalb der ersten 18 Monate nach dem Launch konnte Lush eine Steigerung der Bestellungen um 64 %, eine Steigerung der Website-Sessions um 75 % und einen Rückgang abgebrochener Käufe um 16 % verzeichnen.

Für eine sinnliche Erfahrung werden die Lush-Produkte von ästhetischen Videos begleitet.

Geschichten wie die von Lush belegen die Kraft einer Content-Commerce-Strategie. Allerdings verpassen viele Marken die Gelegenheit am Schopf zu greifen. Der Grund liegt darin, dass Content kein „natürlicher Partner“ von E-Commerce ist – weder im kaufmännischen noch im technischen Sinn. (Die technische Seite werden wir in einem unserer nächsten Beiträge noch genauer erläutern.)

Content & Commerce: Welten entfernt?

Marketing und E-Commerce-Teams arbeiten gewöhnlich mit unterschiedlichen Zielen in getrennten Abteilungen. Während Content traditionell im Marketing angesiedelt ist, ist E-Commerce intrinsisch mit dem traditionellen Verkaufszyklus und der Lieferkette verbunden. Das führt automatisch dazu, dass die jeweiligen Abteilungen unabhängig voneinander Content- bzw. Transaktionslösungen erarbeiten und kaufen.

Gewohnte Pfade zu verlassen ist nicht einfach, trotzdem überwinden immer mehr Marken die Trennung zwischen den traditionellen Abteilungen. Lush hat beispielsweise eine neue Abteilung geschaffen, die alle Stakeholder der digitalen Revolution unter einem Dach vereint: E-Commerce, Content, Kundenservice und Entwicklung.

Für Commerce-Experten ist es an der Zeit, Ihre Content-Kollegen nicht nur in der Mittagspause zu treffen. Die gemeinsame Herausforderung heißt: Identifizierung des richtigen Contents, um die strategischen Ziele zu erreichen.

Ihre Content-Bedürfnisse verstehen

Content muss nicht nur relevant und einnehmend sein, er muss auch die richtige Performance treffen. Ist das nicht der Fall, wird, wenn überhaupt, nur ein geringer ROI messbar sein. Eine Strategie mit KPI und Geschäftszielen ist essenziell für Marken, die es richtig machen und den Prozess des Content-Commerce-Konzepts verfolgen.

Content muss die komplette Customer Journey nahtlos begleiten und optimieren: vom ersten Moment der Betrachtung über den Verkauf zur Kundenbetreuung nach dem Kauf bis zur Kundenbindung.

Ansprechende Artikel sind harmonisch mit Lush-Produktinformationen verwoben.

Die unterschiedlichen Phasen auf diesem Weg sind auf unterschiedlichen Content-Typen angewiesen. Wenn Marken auf Verbraucher in der Suchphase zielen, muss Content die richtigen Keywörter beinhalten. Steht die Steigerung der Markenbekanntheit im Vordergrund, muss der Content inspirierend sein.

Für diejenigen, die ins Schwarze treffen, sind die Möglichkeiten, die ein Content-Commerce-Ansatz bietet, unendlich. Letztendlich ist Content der Schlüssel zu differenzierten Kundenerfahrungen, die engagieren und inspirieren. Content veranlasst Ihre Kunden aktiv zu werden und zu kaufen.

Bleiben Sie dran! Unser nächster Blog-Beitrag verrät die Technik, die notwendig ist, um die Lücke zwischen Content und E-Commerce zu schließen.

Als Grundlage diente der Blog "Why content is ecommerce’s missing link" von Myles Davidson, Inviqa.

Möchten Sie in der Zwischenzeit mehr Informationen zum Thema? Lesen Sie Inviqas „Content + Commerce Report 2016“ oder kontaktieren Sie uns einfach direkt. Wir unterstützen auch Sie dabei, Ihre Content-Commerce-Strategie Umzusetzen und zum Erfolg zu führen.