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So werden Legacy-Anwendungen fit für die Digitalisierung

In vielen Unternehmen sind die IT-Systeme und geschäftskritischen Anwendungen schon lange im produktiven Einsatz - und oft veraltet. Diese Legacy-Applikationen treiben die Kosten für Betrieb und Wartung in die Höhe und bremsen den digitalen Wandel. Höchste Zeit, diese Systeme zu modernisieren.

Insellösungen, historisch gewachsene Code-Basis, monolithische Architekturen, veraltete Technologien - in vielen Unternehmen genügt die bestehende IT-Infrastruktur nicht mehr den Anforderungen an eine agile IT. Ältere Systeme und Anwendungen sind nicht mehr erweiterbar, arbeiten zu langsam und erfordern einen hohen Aufwand für die Administration und Wartung. Ein Mix aus vielen unterschiedlichen Technologien und Plattformen erhöht die Komplexität. Es mangelt an offene Schnittstellen und Interoperabilität zwischen den Systemen und Anwendungen.

Viele Anwendungen sind noch an alte Hardware (Mainframes) gebunden, die nicht mehr hergestellt wird. Zudem fehlen häufig Mitarbeiter, die mit den alten Technologien vertraut sind. Zentrale Stammdaten sind mangels Schnittstellen zwischen Datenbanken oft nicht im gesamten Unternehmen zugänglich oder in mehrfacher Ausführung vorhanden. Und zu allem Überfluss bremsen diese Altsysteme das Potenzial nahezu aller IT- und Business-Prioritäten aus, beispielsweise Cloud Computing, Digitalisierung von Geschäftsprozessen oder Automatisierung.

Kurzum: Firmen müssen ihre Bestandssysteme modernisieren oder mit modernen IT-Lösungen verknüpfen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie bei der digitalen Transformation von ihren Wettbewerbern abgehängt werden. Modernisierungsbedarf besteht keineswegs nur bei der Hardware (Stichwort Mainframe), sondern auch bei geschäftskritischen Anwendungen. Es gibt in den Firmen sehr viele Delphi-, C++ oder Java-Programme, die niemand mehr warten kann.

Legacy-Modernisierung mit Inviqa

Inviqa unterstützt Firmen dabei, ihre geschäftskritischen Anwendungen im Bereich E-Commerce (B2B-Einkaufsportale, Online-Shops etc.), die technisch nicht mehr sicher oder wirtschaftlich zu betreiben sind, auf aktuelle Standards zu portieren. Bei den neuen E-Commerce-Lösungen setzt Inviqa überwiegend auf Open Source Software. Eine zentrale Aufgabe ist zudem die Anbindung der neuen Plattform an bestehende Datenbanken und Systeme wie ERP, CRM oder OMS (Order Management System).

Bei der Modernisierung und Anbindung von Legacy-Systemen seiner Kunden geht Inviqa mit der Discovery standardisiert vor. Sie besteht aus vier Komponenten:

1. Business Context: Analyse der bestehenden Geschäftsprozesse und der IT-Infrastruktur. Welche konkreten und messbaren Ziele verfolgt der Kunde mit der Legacy-Modernisierung?

2. Business Challenge: Bestimmen der Projekt-Beteiligten. Wer ist vom Projekt am stärksten betroffen? Wer hat wieviel zu sagen? Ein wichtiger Teil des Discovery-Prozesses ist die Auseinandersetzung mit dem Nutzerverhalten, bevor die Entscheidung für eine spezielle Lösung fällt.

3. Business Solution mit Risikoanalyse: Auswahl der Technologien; priorisierte Liste der wichtigsten Funktionen und Features, die den größten Einfluss auf den Erfolg des Projekts haben. Diese Funktionen werden als erste umgesetzt. Analyse und Bewertung der Risiken: Was kann im schlimmsten Fall passieren beziehungsweise was darf nicht passieren?

4. Implementierung mit Deployment-Plan: Umsetzungsstrategie; der Arbeitsumfang für das MVP (Minimum Viable Product), das die Basisanforderungen erfüllt, wird geklärt. Ziel ist es, das MVP (Minimum Viable Product) möglichst schnell live zu stellen und anschließend mit agilen Methoden kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Best Practices – Learnings aus den Legacy-Projekten

Ziel von Inviqa ist es, bei der Modernisierung und Anbindung von Legacy-Systemen den besten Ansatz für die Implementierung einer neuen Lösung zu finden. Hier eine Auswahl der wichtigsten Learnings aus unseren Legacy-Projekten der letzten Jahre:

  • Fokus auf die Geschäftsprozesse: Im Mittelpunkt sollten immer die Business-Prozesse und -Ziele stehen, nicht die Technik.       
  • Die Ziele eines Projektes möglichst konkret formulieren, damit sie messbar sind.
  • Return on Investment (RoI) nicht nur kurzfristig sehen: Firmen sollten bei der Definition der Ziele nicht zu kurzfristig denken und erwarten, dass sich Investitionen immer schnell auszahlen. Manche Investitionen werfen erst nach ein oder zwei Jahren Profit ab oder ermöglichen Ziele wie die Expansion auf neue Märkte.
  • Modernisierung der Infrastruktur nicht im Big-Bang-Verfahren, sondern in kleinen Schritten, um die Risiken zu senken
  • Ein Modernisierungs-Projekt ist als fortlaufendes Projekt zu sehen.
  • Agile Methoden erfordern ein schnelles, reaktives Arbeiten und entsprechend auch eine unmittelbare Kommunikation. Das unterschätzen viele Unternehmen leider.
  • Business und IT müssen an einem Strang ziehen

Detaillierte Informationen zu unserer Vorgehensweise, Best Practices anhand konkreter Beispiele und weitere Learnings aus unseren Projekten finden Sie in unserem Whitepaper „Best Practices: Anbindung und Modernisierung von Legacy-Systemen.